Zwei neue Fans für Jesus
Hatte unser Fußballgottesdienst in der Vorwoche aufgezeigt, was wir von Fan-Begeisterung und Mannschaftsgeist, Training und Spielregeln sowie Sieg und Niederlage im Fußball für unsere christliche Lebensführung lernen können, so beleuchtete der letzte Junisonntag den Befund, dass Fußball zwar die schönste Nebensache der Welt, Gemeinschaft mit Gott jedoch das wahre Leben ist: In den Stunden vor dem Achtelfinalspiel Deutschlands feierte unsere Gemeinde ihr wichtigstes Fest – Taufgottesdienst, in diesem Fall die Taufe von Natalia Kress und Lukas Castronovo.
Beide hatten schon eine Woche zuvor eindrucksvoll bekundet, wie sie Gottes Wirken im persönlichen Erleben bzw. im Gemeindeunterricht erfahren hatten, und bekräftigten ihren Glauben an seinen Sohn und unseren Heiland Jesus Christus mit einem deutlichen „Ja“, bevor sie sich von Pastor Bernd Busche im Taufbecken untertauchen und zu einem neuen Leben unter Jesu Führung emporheben ließen.
In seiner Taufpredigt über Jeremia 31, 31 ff. in Verbindung mit Hosea und Hebräer 8, 6 ff. zog Bernd Busche Parallelen vom neuen Bund Gottes mit den Menschen, wie er auch in der Taufe greifbar wird, zu bekannten Details von Heirat und Ehe. Es gibt immer eine individuelle Vorgeschichte des Kennenlernens, man schließt einen Bund fürs ganze Leben und begeht das Ereignis in Weiß und mit einem großen Familienfest. Später muss sich der Bund im Alltag bewähren.
Schwungvolle Lieder des Singkreises wie „I will follow him“ erzeugten spontanen Beifall und prägten die freudige Atmosphäre des Gottesdienstes. Die Taufpatinnen A. Lorenz und B. Kress begleiteten die beiden Taufzeremonien mit der Verlesung des jeweiligen Taufspruchs aus den Psalmen und sprachen später für die Gemeinde das Segensgebet über Natalia und Lukas. Gemeindeleiter V. Preyer hieß die Täuflinge als offizielle Gemeindemitglieder willkommen und gab ihnen ein Bibellexikon mit auf den neu begonnenen Lebensweg. Damit auch jeder einzelne der Anwesenden sich den Segenswünschen anschließen konnte, brachte die Moderatorin A. Napiwotzki zwei große rote Luftballons in Form von Herzen aufs Podium und forderte die Gemeinde auf, die ausgelegten Kärtchen mit den eigenen Segensgrüßen für Natalia und Lukas zu beschriften. Viele gingen nach vorn und hängten ihre Kärtchen an die Luftballons und trugen so nicht nur zu einem kreativen Erinnerungsgegenstand an das Fest der Taufe bei, sondern gaben Natalia und Lukas zugleich ein Gefühl für ihren Rückhalt in der Gemeindefamilie.
Ergriffene Stille entstand im Saal, als Natalias Vater nach dem Abendmahl spontan um das Wort bat und bewegt erzählte, wie er im Vorjahr an einem Sonntagmorgen, lebensbedrohlich erkrankt und in immer kritischerem Zustand auf einer Intensivstation liegend, nur noch in Gedanken an die Gemeinde und an seinen Taufspruch Halt finden konnte, woraufhin sich sein Zustand wie durch ein Wunder zu bessern begann. Auch bei seiner kritischen Operation spürte er deutlich den Heiland an seiner Seite und ebenso die Wirkung der vielen Gebete für seine Genesung. Ein intensiveres Glaubenszeugnis hätte es als Höhepunkt dieses Taufgottesdienstes nicht geben können.
Nach dem Segen schloss das Fest mit dem traditionellen gemeinsamen Mittagessen im Souterrain des Gemeindehauses, wo – trotz Sommersonne vor der Tür und gespannter Erwartung hinsichtlich des bevorstehenden Fußballereignisses – noch lange ein reges und fröhliches Miteinander herrschte.
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