Fußball - Die schönste Nebensache der Welt
Ein Gottesdienst mit dem Thema Fußball? Wie passt das zusammen? Wir haben zwar gerade die Fußball-WM, aber in der Bibel wird nirgendwo von Fußball gesprochen. Trotzdem gibt es verblüffende Parallelen, wie uns die Jungs unserer Fußballmannschaft in Kooperation mit Pastor Bernd Busche aufzeigen konnten.
Im Rahmen der WM einmal die Fußballgruppe unserer Gemeinde vorzustellen, machte sich natürlich ganz besonders gut. Sport und Glaube stehen nicht im Gegensatz zueinander, zumal gerade das Neue Testament auch Bilder aus der Sportwelt als Beispiele nimmt.Schon seit Jahren trainieren und spielen Jungs im Alter von 11- 14 Jahren maßgeblich unter der Leitung von Stefan Hemmerich in Tente. Einige sind sogar schon so „in die Jahre gekommen“, dass sie selbst als Trainer fungieren für die nachrückenden Jungen. Neben dem Sport gibt es in den Spielpausen eine Andacht. Dass unsere Jungs immer wieder ein tolles und erfolgreiches Team sind, erkennt man schon an den diversen Urkunden und Pokalen, die sie gewonnen haben, wobei sie natürlich nicht immer Erster sein konnten. Ferner erzählten sie davon, wie es in ihrem Training und ihren Spielen zugeht, und brachten davon auch Bilder mit.Sehr originell gestaltete dann Pastor Bernd Busche die Predigt, indem er in Kooperation mit fünf Jungen aus dem Fußballteam verschiedene Glaubensinhalte darstellte. Dafür kam zunächst einer der Jungen ans Rednerpult und erklärte Hintergründe eines bestimmten Stichworts, und zwar Fan, Training, Teamgeist, Fairplay und Sieg bzw. Niederlage. Anschließend nahm Bernd Busche Bezug auf diese Stichwörter, indem er Parallelen zu Bibelstellen im Neuen Testament nannte, in denen diese Themen auch vorkommen. Bei „Fan“ nannte er das Beispiel des Zachäus, der unbedingt Jesus sehen will und bei dem Jesus dann sogar zu Besuch kommt. Jesus begegnet seinem Fan, und diese Begegnung verändert dessen Leben ins Positive. Aus dem Fan wird ein Nachfolger. Bei „Training“ nahm er Bezug auf das Bild vom Wettlauf im Stadion, das Paulus im 1. Korintherbrief bringt. Fan sein ist schön, aber ein Nachfolger muss sich ganz auf Jesus einlassen. Ein Leistungssportler konzentriert sich schließlich auch voll und ganz auf seinen Sport. Bei „Teamgeist“ zitierte Bernd Busche zunächst Sepp Herberger, den Fußballtrainer der Nationalmannschaft von 1954. „Elf Freunde müsst ihr sein!“ – diese Aussage ist wahrscheinlich fast so bekannt wie die Bezeichnung des ersten deutschen Weltmeistertitels als „Das Wunder von Bern“. Fußball ist ein Mannschaftsspiel, es lebt davon, dass alle zusammenhalten und sich mit ihren Begabungen einbringen. Genauso soll es auch in der Gemeinde sein. Bei „Fairplay“ nahm Bernd Busche Bezug auf das Thema Gottes Gebote. Regeln müssen sein, sonst versinkt alles im Chaos, und das macht dann keinen Spaß mehr. Wer seinen Nächsten wie sich selbst liebt, gewinnt Freunde, und der Gegner ist dann auch nicht mehr automatisch ein Feind.Bei „Sieg und Niederlage“ ging es darum, wie man mit Schwierigkeiten im Leben umgeht. Natürlich möchte jeder gern gewinnen, manchmal klappt’s, manchmal nicht. Manchmal fühlen wir uns als Versager. Als Christen dürfen wir aber gewiss sein, dass wir ewige Gemeinschaft mit Gott haben, weil Jesus den Sieg über den Tod errungen hat. „Fußball ist nicht das wahre Leben“, schloss Bernd Busche. Fußball ist ein faszinierendes und begeisterndes Spiel, von dem wir viel lernen können. Die wichtigste Sache, die Hauptsache, im Leben ist der Glaube an Jesus Christus. Und deshalb kann Fußball ruhig die schönste Nebensache der Welt bleiben.
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es im Eingangsbereich zum Souterrain noch ein Torwandschießen, bei dem jeder mitmachen konnte, wobei die Fußballmannschaft Pastor Bernd Busche und Gemeindeleiter Volker-Ingo Preyer verpflichtete, auf jeden Fall ihr Können unter Beweis zu stellen.
Und das nächste Highlight ist auch schon in Sicht: Am kommenden Sonntag findet bei uns eine Taufe statt. Die beiden Täuflinge stellten sich in diesem Gottesdienst ebenfalls vor und erklärten, welche positiven Erfahrungen sie mit Jesus gemacht haben, weswegen sie sich taufen lassen wollen.
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